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Nun fehlt nur noch ein Monat zu meinem 1. Geburtstag. Meine
Mami wollte mich im Kindergarten anmelden, aber die Frau dort
meinte ich wäre dafür noch zu klein, da habe ich natürlich
gleich heftig protestiert, aber es hat leider nix genützt.
Dabei habe ich auch diesen Monat wieder eine Menge dazugelernt.
Ich kann jetzt schon
ganz allein meine Schnitte essen, wenn Mami mir kleine Stücke
zurechtschneidet. Das ist trotzdem gar nicht so einfach. Am
liebsten würde ich natürlich alles schon alleine essen. Deshalb
hat Mami mir jetzt eine Malschürze (leider gab es kein Regencape
in meiner Größe) aus abwischbaren Gummi gekauft. Seither darf
ich auch ab und zu meinen Brei mit den Händen essen, aber der
Brei tropft immer so und fasst sich ziemlich matschig an. Auch das
Leberwurstbrot färbt alles immer ziemlich einheitlich grau-braun,
deshalb sucht Mami jetzt leberwurstfarbige T-Shirts und
Sweatshirts in allen Größen.
Das mit dem Geschirr runterwerfen ist mir auch noch nicht
wieder gelungen, da achten die immer akribisch drauf, das ich an
nix Zerbrechliches rankomme. Aber unsere Blumengießkanne habe ich
jetzt zerschellen lassen, die fand Papi sowieso hässlich.
Ansonsten kann
ich mich jetzt allein hinsetzen und auch wieder auf den Bauch
legen. Das mit dem Hochziehen finde ich viel zu anstrengend, da
rufe ich lieber solange meine Mami, bis sie kommt und mich an
meinen Händen hochzieht und dann mit mir rumläuft. Das macht Spaß!
Die weißen, harten Klötze in meinem Mund, die alle Zähne nennen
sind noch nicht mehr geworden. Ich habe immer noch vier. Zwei oben
und zwei unten. Mir reicht das auch!
Brabbeln tue ich jetzt schon ganz oft und manchmal schaffe
ich es auch zur Freude von Mami und Papi schon richtige
„Worte“ zu sagen. Das allererste
und wichtigste (!) Wort, war natürlich „MAMAM“. Wenn
ich das lang genug vor mich hin brabbele bekomme ich zumindest
einen Keks oder sogar richtig was zu essen. Wenn ich „MAM“
sage klappt es fast immer, das meine Mami mich wieder eine Runde
spazieren führt und „PAP“ kann ich auch schon sagen,
meistens tue ich das wenn ich was zu trinken haben will. Da kümmert
sich vor allem der Papi drum.
Schlafen tue ich seit der komischen Zeitumstellung von 20.30
Uhr (da sehe ich wenigstens noch kurz meinen Papi) bis ca. 5.00
Uhr. Dann bekomme ich eine Milliflasche und dann schlafe ich noch
mal so zwei Stunden, aber manchmal schlafe ich auch richtig lange,
so bis 9.00 Uhr, aber nur wenn ich bei Mami im Bett liege.
Spielen tue ich am liebsten mit dem Ball. Den kann ich schon
ganz weit weg werfen und dann freue ich mich, wenn ich ihn wieder
fangen darf. Mami und Papi bauen auch oft Türme für mich. Die
darf ich dann immer umwerfen. Aber jetzt baue ich auch schon ab
und zu welche, das ist genauso schwierig wie Leberwurstbrot essen.
Seit ein paar Wochen habe ich auch ein Schaukelpferd, das kippt
immer nach vorn und hinten. Das kommt ganz darauf an, wohin ich
mich lehne. Das mag ich auch gern. Nur die Mami hat Panik, das ich
damit umkippen könnte. Außerdem gehen wir jetzt wieder zum
Babyschwimmen. Das ist natürlich der Höhepunkt der Woche! Ich
habe gar keine Angst und tauche auch schon ganz oft mit dem
Gesicht ins Wasser. Wenn ich zu viel Wasser schlucke, muss ich
manchmal ganz schön husten, aber meistens geht es jetzt schon
ganz gut.
Die Highlights dieses Monat waren dann natürlich der
Geburtstag von meinem Opa in Dresden. Der ist 65 Jahre alt
geworden und da sind wir diesmal sogar mit dem Auto hingefahren.
In Holllllertau haben wir zwei Stunden im Stau gestanden, da hat
mich der Papi aus meinem Sitz rausgenommen und ist mit mir durch
das Auto getobt. Dafür habe ich danach bis Dresden
durchgeschlafen.
Leider musste der Papi am Sonntagnachmittag schon wieder nach
Hause fahren, aber ich bin mit meiner Mami und unserem Auto noch
eine ganze Woche in Dresden geblieben.
In Dresden haben wir zwei wichtige Besuche gemacht. Der eine
war zu Claudia, einer ehemaligen Arbeitskollegin von meiner Mami,
und der andere zu Daniela, einer ehemaligen Kommillitonin, von
meiner Mami. Die haben beide ein Haus gebaut und haben auch alle
beide zwei Kinder mit denen ich gespielt habe.
Am Freitag sind dann Mami, Omi, Opi und ich mit unserem Auto
wieder nach Hause gefahren. Das ging ganz schnell, weil wir dem
Stau immer entgegen gefahren sind.
Unser Auto war so voll, da hätte nicht mal mehr eine Maus
reingepasst und so musste ich auch meinen schönen Buggy in
Dresden lassen. Dafür habe ich Mamis gesamtes Spielzeug
geerbt!!!!
Am 21.3. war für mich ein besonderer Tag. An diesem Tag bin
ich gesegnet worden. Dafür sind extra aus Ramlingen die andere
Oma, Opa und Dirk mit Marieke angereist. Leider konnten sie nur 24
Stunden bleiben, aber ich habe mich trotzdem doll gefreut.
Nun sind Dirk und Sigi meine Patenonkels und ich freue mich
schon auf die Abenteuer mit denen.
Am 27.3. waren wir im Insola in Kiefersfelden, weil mein Papi
auch endlich mal mit mir schwimmen wollte. Das war toll!!!! Da
waren wir im richtig großen Schwimmbecken, da wo eigentlich nur
die Großen reingehen.
An dem selben Abend sind wir auch noch nach Nürnberg zu
Wolfgangs 40. Geburtstag gefahren. Da sind wir erst 18.00 Uhr
losgefahren und 20.00 Uhr sind wir da gewesen.
Auf der Rückfahrt haben wir dann noch den Luis besucht, dem
es jetzt schon richtig gut geht. Da freu ich mich ganz doll drüber,
weil wir dann bald schön zusammen spielen können.
Am
2.4. ist meine Mami noch mal für zwei Tage mit den ganzen anderen
Mädels zum Skifahren nach Ischgl davongedüst. Ich durfte bei
Papi bleiben, der sich extra dafür einen Tag Urlaub genommen
hatte. Wie toll das war und was ich danach alles erlebt habe,
erfahrt ihr in meinem nächsten Bericht.
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