August, September und Oktober 2005 "Schlumpf oder Schlumpfine?"

August: Hallo hier bin Ich wieder. Es sind schon wieder drei Monate vergangen und ich habe eine Menge zu berichten. Mein Sprachvermögen ist so rasant gewachsen, das Mama und Papa manchmal nicht mehr mitkommen und überlegen "Wo hat er das schon wieder aufgeschnappt?" Ha, die sollen mal besser aufpassen was sie mir so Abend für Abend vorlesen. Da sind echt interessante Dinge dabei und wenn man nur richtig zuhört, kann man viel lernen von Jungs wie "Max und Moritz" und anderen Spitzbuben. 

Jetzt ist es nur noch einen Monat hin und dann ziehen wir wieder auf die Riesenkopfstraße. Wir freuen uns alle drei sehr darüber, denn die Nachbarn hier machen nur noch Stress.

Na und, auch wenn es regnet kann man baden. Hat der Papa früher auch immer so gemacht. Einfach Regenjacke anziehen und ab und zu heißes Wasser nachlaufen lassen.

Mama hat gesagt, wir sollen vor dem Umzug noch mal alles ausmisten. Ich fange schon mal mit meinem Bett an.

Meine neueste Errungenschaft ist ein selbstvorlesendes "Winnie Puh" Buch. Aber meine Parkgarage ist trotzdem noch der absolute Favorit.

Gleich am 2.8. gab es einen gewaltigen Höhepunkt. Da haben wir unsere "Anna" vom Bahnhof abgeholt. Ich habe mich doll gefreut, denn Annika hatte Ferien und konnte zwei ganze Wochen bleiben. Die Zeit hat Mama auch gleich genutzt um die ersten Kisten zu packen.

 

Annikas Geschenk: "Der Zauberer Windelfutsch", das musste Annika mir jeden Tag mehrmals vorlesen. Mein theoretisches Interesse für dieses Thema ist durchaus vorhanden, aber praktischer find ich nun mal diese Windeln.

Mit Annika zusammen macht auch Schaukeln am meisten Spaß, nur unsere Nachbarn mussten sich darüber schon wieder mächtig aufregen.

Am 6.8. sind wir mit Annika in eine Kletterhalle gegangen. Da sind  Annika und Papa bis unter die Decke geklettert. Nur für die Bauchumfänge von Mama und mir gab es keine passenden Gurte.

Am 7.8. sind wir an den Happinger See gegangen, denn man muss immer noch jeden einzelnen Sonnenstrahl ausnutzen. Wir haben Steine gefischt und im Matsch meditiert.

 

Schau Papi, ich hab was gefangen!

So eine Meditation im Matsch hat etwas!

Am 11.8. durfte ich meine zweite Brauereiführung miterleben. Die hatte Papa für die Rosenheimer Clique organisiert. Zuerst hat uns ein Braumeister in der "Flötzinger Brauerei" herumgeführt und anschließend ging es dann zum Hauptteil, der Bierverkostung im Biergarten der "Fischküch".

Nun ist das hier schon meine zweite Brauereiführung und langsam bin ich Profi.

Schau her, jetzt haben wir eigene Etiketten und können unsere eigenen Bierflaschen herstellen.

Nach der Brauereiführung in gemütlicher Runde in der "Fischküch".

Am 12.8. hatten wir wieder einen besonderen Termin bei der Fr. Dr. Staudacher, Mamis Günäkohlogin, oder so. Dieses Mal mussten wir zwei Stunden im Wartezimmer warten und Mami hat sich tierisch aufgeregt, aber zum Glück war ja Annika dabei und die ist dann mit mir spazieren gegangen. Dafür haben wir wieder ein neues Foto von unserem Schlumpf (?) oder unserer Schlumpfine (?) bekommen.

Schlumpf oder Schlumpfinchen in der 24. SSW

 

Am 13.8. hatte ich noch ein einschneidendes Erlebnis. Da haben wir zu viert eine vierstündige Radltour nach Bruckmühl gemacht. Wir sind immer schön an der Mangfall langgefahren, aber leider waren die Wege noch sehr feucht und so sind mir in meinem Radlanhänger dauernd breitgematschte und halbierte Schnecken um die Ohren geflogen. Seit diesem Tag weiß ich was ich nicht mag: SCHNECKEN!!! Mama und Papa hoffen darauf, das dieses traumatisierende Erlebnis irgendwann wieder aus meinem Kopf verschwindet aber ich glaube es nicht und so muss ich jetzt immer über nasse Rasen und Wege getragen werden.

Am 14.8. habe ich nicht schlecht gestaunt, als wir auf den Münchner Hauptbahnhof gefahren sind und dort auf einmal Oma Erika und Opa Friedrich mit Tante Christa und Onkel Herrmann aus dem Zug gestiegen sind. Sie waren extra wegen der Bundesgartenschau angereist. Gleich nach ihrer Ankunft auf dem Münchner Hauptbahnhof hat Papi nach alter Tradition die Sektkorken knallen lassen. Danach sind wir erst einmal in den Englischen Garten zum Chinesischen Turm gelaufen.

Abends haben wir noch zusammen Abendbrot gegessen und sind wieder nach Hause gefahren. Oma und Opa haben in München in einem Hotel übernachtet. 

Am Montag sind wir dann auf die BUGA gegangen. Da waren ganz ganz viele bunte Blumen, große Pavillions, Gärten und andere schicke Sachen aufgebaut. Auch sind wir mit einer Seilbahn gefahren, wie in den Bergen. Leider hat es nach ein paar Stunden angefangen zu regnen, so das wir unsere Tour irgendwann ziemlich abrupt abbrechen mussten. Aber es hat trotzdem allen gefallen.

Auf dem Weg in den Englischen Garten.

Auf dem Gelände der BUGA

Am 16.8. sind Oma und Opa schon wieder nach Hause gefahren, nachdem ihnen Papa noch seine neue Arbeitsstelle gezeigt hat. An diesem Tag ist auch Annika wieder weggefahren. Das war ein trauriger Tag für mich.

Doch schon wenige Tage später war ich wieder total glücklich, denn am 24.8. sind Oma Renate und Opa Dieter gekommen. Sie hatten sich für den Umzug angemeldet, damit wir alles gut schaffen konnten. 

Fußballspielen mit Papi ist in unserem neuen Garten kein Problem mehr, denn hier gibt es keinen Zierrasen und auch keine doofen Nachbarn mehr.

Nach arbeitsintensiven Tagen darf am Abend die Entspannung nicht fehlen und was entspannt mehr als eine lustige Geschichte vom Sandmann.

 

Den 25. und 26.8. haben Mama, Papa und Opa weitgehend damit verbracht unsere neue Wohnung komplett zu malern. Ich war die ganze Zeit mit Oma zusammen. Manchmal haben wir auch einen Spaziergang zur neuen Wohnung gemacht. 

 

Am 27.8. war der große Tag des Umzugs schon da. Gleich ganz in der Früh sind Bernd, Stefan, Dirk, Gabi mit ihrem Freund, Rudi  und Heidi aufgetaucht und ehe man sich versehen konnte, war ruck zuck die alte Wohnung von Möbel und Gerümpel befreit. Die letzten Tage des Augusts haben vorwiegend Opa und Papa damit verbracht unsere alte Wohnung herzurichten und zu malern. Mama, Oma und ich haben in der neuen Wohnung derweil Kisten ausgepackt und alles eingerichtet.

Der Umzug ging dank der zahlreichen Helfer rasant schnell und unkompliziert und somit konnten wir wirklich am 31.8. die alte Wohnung übergeben.

Früh übt sich was ein Malermeister werden will. 

Noch schnell ein Abschiedsständchen für unsere alten Nachbarn spielen und dann nix wie weg hier!

September: Nun konnten wir uns etwas entspannen und auch noch ab und zu das Rosenheimer Herbstfest genießen.

Hier bin ich mit Oma, Opa, Mama und Papa auf dem Rosenheimer Herbstfest. 

Wenn ich groß bin werde ich vielleicht doch Pirat, hier könnt ihr  schon mal sehen ob mir das steht.

Ein Abschieds-Eisbecher im Happinger Hof für Opa, der am 5.9. wieder nach Hause fahren musste.

Oma, Mama, Papa und ich sind in der darauffolgenden Woche oft noch  abends an den Happinger See zum baden gefahren.

Die ersten Aktionen auf unserer neuen Terrasse. Sogar Auto waschen ist hier erlaubt.

In der Woche als Oma noch da war, bin ich oft bei Oma zu Hause geblieben und Mama konnte noch einmal in Ruhe ihre ganzen Termine erledigen. Natürlich haben wir auch oft was zusammen unternommen. So waren wir auch noch einmal mit Hanna und Jonas auf dem Rosenheimer Herbstfest.

Am 9.9. hatte Mama wieder einen Termin bei Fr. Dr. Staudacher. Dieses Mal haben Mama und Papa es nicht mehr ausgehalten und gefragt ob es ein Mädchen oder ein Junge wird. Ich hab es ja sowieso schon die ganze Zeit gewusst und ich habe Recht behalten! Wir bekommen ein Mädchen und ich werde somit großer Bruder einer kleinen Schwester!!!

Leider war auch diese Woche so schnell vorbei und am 12.9. haben wir auch Oma nach München zum Bus gebracht. 

Die restliche Zeit vom September verlief dann wieder in gemäsigten Bahnen. Ein Highlight war noch der Geburtstag von Julia (Emils Mama). Mama, Papa und ich waren zum Abendbrot eingeladen und weil sich das Kochen durch eine Wanderung auf den Petersberg etwas nach hinten verschoben hatte, haben ich und Emil bis 1.30 Uhr durchmachen dürfen. Das haben wir tatsächlich geschafft!!!!

 

Mein 3. Erntefest bei Oma Erika und Opa Friedrich

Qualitätskontrolle der Trittfestigkeit...

 

Seit Tagen hatten Mama und Papa von nix anderem mehr gesprochen, als das es zum Erntefest zu Oma Erika und Opa Friedrich geht und dann war es endlich am 22.9. soweit. Ich bin mit Mama nach München gefahren und dort sind wir wieder in einen schicken ICE eingestiegen. Kurz vor der Abfahrt hat es tatsächlich auch Papa noch geschafft einzusteigen. Ich hatte sogar wieder ein tolles Kinderabteil mit Klettergerüst und passenden Spielgefährten.

und des Geschmacks von Dirks Kartoffeln.

Natürlich habe ich mich auch ganz doll auf alle meine Cousinen gefreut, mit denen ich natürlich wieder jede Menge Quatsch gemacht habe. 

Abends sind Mama und Papa ins Festzelt gegangen und ich bin bei Oma Erika geblieben.

Onkel Dirk durfte die Erntekrone durch das Dorf tragen.

Die Erntewagen waren auch dieses Jahr wieder super und die Themen zum tot lachen.

Unser heimlicher Sieger, die "ebauer"-Auktion mit der Versteigerung "junger Bäuerinnen".

Leider war die Zeit eines Wochenendes kurz und am Montag mussten wir schon wieder nach Hause. 

Aber auf mein neues Zuhause habe ich mich auch schon wieder gefreut, denn hier bekomme ich jetzt ganz oft Besuch, zum Beispiel von Jonas, Emil oder von Lina.

Nach anderthalb Jahren Kellerdasein hat auch unsere Schaukel wieder ihren Platz in unserem neuen, großen Wohnzimmer gefunden.

Jetzt kann ich mir so viel Besuch einladen, wie ich will. Deshalb kommt jetzt jeden zweiten Freitag  Jonas zu Besuch.

Meist bleibt Jonas bis zum Abendessen. Das macht zu zweit an meinem neuen Tisch auch viel mehr Spaß!

Am 30.9. war ich mit Mama das erste Mal bei Christine, Mamas Hebamme. Eigentlich war Christine meine Hebamme, denn sie hat mich schon die ersten zehn Tage meines Lebens kennen gelernt. Christine ist total nett und wir haben sie im Geburtshaus besucht, da wo Mama bald mein Schwesterchen zur Welt bringen will. Bei Christine war ich ganz brav und habe sogar noch ein Buch von ihr geschenkt bekommen. Anschließend sind wir dann auch noch zu Fr. Dr. Staudacher gefahren und dort mussten wir wieder ewig im Wartezimmer warten. Irgendwie wollte ich dann auch mal wieder etwas zu tun haben und habe aus Versehen den Drucker von Fr. Staudacher verstellt. Eigentlich habe ich nur ganz kurz einen Knopf gedrückt, aber danach ging er nicht mehr. Jedenfalls ist Fr. Staudacher ganz wütend geworden und hat mich rausgeschmissen. Nun muss sich Mama einen anderen Arzt suchen. (Das hatte sie aber sowieso vor und deswegen fühle ich mich gar nicht so schlecht. :-))

 

Oktober: Das Wetter ist jetzt seit ein paar Tagen total schön und alle reden schon vom goldenen Oktober. Wir haben uns jedenfalls schon prächtig in unserer neuen Wohnung eingelebt und hatten auch schon eine Menge Besuch. Der Besuch darf jetzt sogar über die Terrasse reinkommen, ohne das sich irgendwelche Nachbarn darüber aufregen. Diese Chance hat am 3.10. auch Papas Bruder Jens wahrgenommen, der uns auf der Durchreise in den Urlaub besucht hat. Abends haben wir alle schön zusammen gekocht und am nächsten Morgen haben wir noch gemütlich zusammen gefrühstückt. Weil Jens schon wieder los musste, bin ich allein mit Papa auf die "Tregler Alm" gewandert, aber wir sind nicht oben angekommen, weil wir einen neuen Weg ausprobiert haben, den wir noch nicht kannten und so mussten wir irgendwann umkehren, weil es zu steil wurde. Da hab ich nämlich doll aufgepasst und hinten aus meiner Kraxe dem Papi immer Anweisungen gegeben.

Mittwochs gehen wir immer noch in die Kindergruppe nach Pang und dieses Mal haben wir die Lina mitgenommen, weil deren Mama arbeiten musste. Wir haben zusammen gesungen, getanzt und anschließend Tiere aus Streichhölzern und Kastanien gebastelt. Lina hat eine Spinne bekommen und ich einen Giraffen. (Oder sollte das doch ein Elch sein, Mama?)

Donnerstags treffen wir uns nach wie vor mit den anderen Mamas aus unserem Geburtsvorbereitungskurs. Das wird jetzt total lustig, denn wir werden ständig mehr! Jetzt sind wir schon 8! Ich zähle mal uns Große auf: Emil, Louisa, David, Sarah, Nils und ich und dann sind bis jetzt dazugekommen, zwei so knittrig kleine: der Tobias (ein kleiner Bruder von Sarah) und die Marlene (eine kleine Schwester von dem Nils). Ich hab gleich zu Mama gesagt, das ich schon eine Schwester haben will, aber kein so ein Baby! Mal sehen wie Mama das hinkriegt.

Am Freitag sollte ich dann zum Friseur. Mama hat gemeint, das meine Haare zu lang wären. Wir sind also hin und auf einmal sind da drei!!! Friseusen dagesessen und haben schon auf mich gewartet. Da soll man noch ruhig bleiben. Ich jedenfalls hab so laut und so lang gebrüllt, bis mich die Friseusen freiwillig haben gehen lassen, allerdings haben sie gesagt, das ich am Samstag mit dem Papi wiederkommen soll und das so etwas sowieso nur an den Müttern liegt. Arme Mama! Aber ich habe ihnen das Gegenteil bewiesen: Am nächsten Morgen sind wir wieder hin, dieses Mal mit Papa, und ich habe wieder gebrüllt was das Zeug hielt. Papa konnte ich dann überzeugen, das er mir die Haare schneiden darf und das hat er dann auch gemacht. Mama hat zu Hause gesagt, das ich nun aussehe wie ein tibetanischer Mönch und das ich jetzt wahrscheinlich ganz lange nicht mehr Haare schneiden gehen muss. Na ein Glück auch!!!

9.10. Wanderung auf unsere Lieblingsalm: "Die Wildbichlalm".

 

 

 

Wenn man mal nicht aufpasst und einnickt, wird man einfach so in der Kraxe stehen gelassen. 

Am 10.10. haben alle "Ersatzkinder" von Fr. Särve ihren 60. Geburtstag nachgefeiert. Da haben wir uns heimlich bei Martina und Lukas getroffen und Fr. Särve hat nix davon gewusst. Unsere Mamas hatten Kuchen gebacken, Sekt kalt gestellt, eine Kerze gebastelt und ein tolles Lied gedichtet. Als Fr. Särve dann gekommen ist, war sie total überrascht und hat sich ganz doll gefreut! Frau Särve kommt nach wie vor ganz oft abends zu mir und bringt mich ins Bett. Ich muss jetzt nur noch ein bisschen weinen, wenn Mami und Papi gehen, aber Fr. Särve schafft es immer mich ganz schnell zu trösten. Schließlich soll Fr. Särve auch auf mich aufpassen, wenn Mama und Papa die Schwester abholen gehen.

Bis dahin gehen wir jetzt regelmäßig zu Mamas Hebamme, der Christine. Die ist total lieb und erzählt mir immer genau was sie macht. In dem Geburtshaus, wo Christine arbeitet ist es immer schön warm und ganz viele Kerzen brennen und wir müssen nie warten wie bei Fr. Dr. Staudacher. So haben wir beschlossen, das wir jetzt nur noch da hin gehen, denn Christine hat auch so ein CTG. Damit können wir die Herztöne von dem Schwesterlein hören. Das klingt dann immer so, als ob ich mit meiner Hammerbank spielen würde. Christine hat auch gesagt, das die Schwester schon 2400g wiegt und nicht mehr lange braucht, bis sie auf die Welt kommt. Ich bin jedenfalls gespannt!

   

 

 

In dem Kugelbauch von Mami soll also mein Schwesterlein hocken. Mama und Papa sagen, das ich da auch mal drin war, aber man kann seinen Eltern ja nicht alles glauben, oder? 

Ich bin jedenfalls gespannt auf welchen Namen sich Mama und Papa nun einigen. Ich bin weiterhin für Greta und bleibe auch dabei!

Erst letzte Woche war unser Auto beim TÜV, mal sehen ob bei Papi  alles in Ordnung ist.

Mein abendliches Ritual mit Papi. Wir tanzen und spielen zur Musik des "Zappelmann". Obwohl wir alles geben, behauptet Fr. Käser, die über uns wohnt, immer noch, das sie uns nicht hört.

Meinem Wau Wau berichte ich vor dem Einschlafen immer alle Erlebnisse des Tages.

Im Sandkasten auf der Hochplatte mit Jacob, da war das Wetter noch schön.

 

Am 23.10. sind wir mit Julia, David, Jacob und Ina auf die Hochplatte gefahren. Es war ein richtiger Sessellift, den im Winter die Skifahrer nutzen. Als wir hochgefahren sind, hatten wir noch richtig schönes Wetter, aber zurück mussten wir im strömenden Regen sitzen. Igitt! Danach waren meine Lippen ganz blau. Zu Hause durfte ich gleich mit Papa in eine heiße Badewanne einsteigen.

Seit dem 25.10. geht Mama mit mir jetzt Dienstag nachmittags zum Kinderturnen. Das ist toll! Da kann man sich in einer ganz großen Halle so richtig austoben! Wir dürfen über Kisten springen, uns auf Matten rollen, schräge Bänke hochklettern, Bälle in Tüchern hin und her tragen, über Hindernisse klettern und einfach ganz schnell rennen.

Am 27.10. hatte ich ein schlimmes Erlebnis. Ich war mit Mama einkaufen und ich durfte bis dahin immer mit dem Autoschlüssel die Türen von unserem Auto aufsperren. Dieses Mal habe ich sie aber gleich wieder zugeschlossen. Mama hat es nicht gesehen, hat mich reingesetzt, den Autoschlüssel auf den Fahrersitz geworfen und die Türen alle zugeworfen. Tja, ich saß also drin und Mama stand draußen. Zuerst fand ich es ganz witzig und habe gedacht Mama macht Spaß. Die hat inzwischen den ADAC angerufen. Allmählich habe ich ganz schön angefangen zu schwitzen, weil das Auto in der prallen Sonne stand und auch schon eine Stunde vergangen war. Nun fand ich das alles nicht mehr lustig und habe angefangen zu weinen. Ich hab nur gesehen, wie Mama wild gestikulierend hin und her gelaufen ist, aber niemand hat geholfen. Ich hab immer mehr geschwitzt und da hat sich Mama einfach einen Klappstuhl gepackt und ihn immer wieder gegen die Autoscheibe gedonnert, aber die ist einfach nicht kaputt gegangen. Immerhin hat daraufhin irgend jemand die Polizei gerufen und die hat mich dann auch endlich nach insgesamt eineinhalb Stunden befreit. Immerhin kam danach auch gleich der ADAC, aber der war froh, das die Polizei schon fertig war.

Dieses Erlebnis war das aller erste was ich Oma Renate und Opa Dieter am nächsten Tag noch auf dem Bahnsteig erzählt habe, als wir sie vom Zug abgeholt haben. Opa hat es zuerst gar nicht glauben können, aber dann hat er Mama gefragt und die musste es dann zugeben.

Oma Renate und Opa Dieter sind nämlich gekommen, um mit uns zusammen Mamas 32. Geburtstag zu feiern.

29.10.Testwanderung zur "Oberen Firstalm", oberhalb des Spitzingsees.

Erst hat mich Opa in den Schlepptau genommen...

.... und dann hat Oma übernommen.

Die unfreiwilligen Pausen mussten Mama, Papa, Oma und Opa immer dann einlegen, wenn ich...

...z. B. Bäume nackig machen musste, oder...

...vom Wege abgekommen bin, um schnell Blumen zu pflücken oder Käfer zu beobachten.

Aber schließlich haben wir unsere Ziele auch in Fritzgeschwindigkeit (200m/h) immer erreicht ...

...und hatten am Ziel eine Mordsgaudi.

 

Am 30.10. sind wir noch auf die Wildbichlalm gewandert.

Oma hatte ihren Hut vergessen und so habe ich ihr das Dach von meiner Kraxe geborgt.

 

Am 31.10. hatte Mami Geburtstag. Da sind am Abend ganz viele Leute gekommen, um mit uns zu feiern. Leider haben sie alle vergessen ihre Kinder mitzubringen und so musste auch ich irgendwann ins Bett.

Witziges, aufgeschrieben von meiner Mama:

12.8. Annika iss nicht zu viel! (Fritz Kommentar beim Mittagessen, als sich Annika erlaubt einen zweiten Teller zu essen.)

31.8. Fritz sieht, das Oma umzugsbedingt auch ein paar von seinen Sachen in ihre große Tasche packt. Er definiert also für sich: "Fritz fährt mit nach Dresden!"

1.9. Fritz kaspert auf seinem Hochstuhl solange herum, bis sein Kakao umfällt. Der Kakao trifft Omas Hose. Daraufhin Fritz vorwurfsvoll zu Oma: "Oma, was hast du gemacht?"

3.9. Fritz schaut Papa beim Pieseln zu. Auf die Frage, wann er das macht, antwortet Fritz: "Fritz muss noch wachsen."

28.10. Gerade sind Oma Renate und Opa Dieter aus dem Zug ausgestiegen als Fritz anfängt zu plappern: "Die Mama hat mich eingesperrt und die Polizei hat mich rausgeholt und ich musste ganz doll weinen." (Fritz seine Version von meinem Missgeschick, als ich ihn versehentlich im Auto eingeschlossen hatte.)

28.10. Fritz lässt sich Kopf über in sein Bett plumpsen. Oma: "Wenn du dir dabei weh tust, musst du zum Onkel Doktor." Darauf Fritz: "Da bekomme ich einen neuen Kopf."

29.10. Vor der Damentoilette auf der Alm stehen einige wartende Frauen. Vor zwei kleineren Mädchen baut sich Fritz auf und verkündet stolz: "Fritz hat einen Windelpatsch!"