Mein zweiter Sommerurlaub, Montepertuso (Italien) vom 17.05.04 bis 01.06.04

Hi, ich bin wieder da. Nach zwei wunderschönen Urlaubswochen in Italien bin ich wohlbehalten mit meinen Eltern zu Hause angekommen, obwohl es manchmal ganz schön knapp aussah. Die größten Gefahren dieses Urlaubs waren der Verkehr in Neapel (!!!!!!), die furchtlosen Busfahrer der Amalfiküste, die steilen Klippenpfade dieser Küste und der Vesuv!

Papi hat es tatsächlich geschafft, mich über diese zwei Wochen täglich in meiner Kraxe herumzutragen. Diese Tagesausflüge führten meistens über Stufen und steile Kletterpfade und manchmal auch an den Strand von Positano, wo ich dann endlich auch mal laufen durfte und mich im Sand eingegraben habe. 

In Neapel waren wir erst mal geschockt von der Hektik und dem Dreck. Unsere Pension wirkte auf den ersten Blick wie eine Hinterhofabsteige mitten in der Altstadt. Auf den zweiten Blick hat sogar Mami sich mit dieser Pension anfreunden können. Dort habe ich auch Fernando kennen gelernt. Der war nur 6 Monate älter als ich und mit dem konnte ich dann auch endlich mal wieder spielen. 

Das war auf der Hinfahrt, von Rosenheim nach Neapel. Nachdem das Abteil zuerst voll besetzt mit jungen Italienerinnen war, hatten wir es später ganz für uns allein.

Gefrühstückt haben wir schon in Rom. Allerdings hatten wir da nur 10 Minuten Aufenthalt.

Das bin ich, der ultimative Gepäck- bewacher.

 
Das ist Montepertuso von unserer Terrasse aus fotografiert. Diesem Loch im Felsen verdankt Montepertuso seinen Namen.  
So sah unser Frühstück auf der Terrasse aus. Wenn es mir manchmal zu lang gedauert hat, habe ich schon mal nach schönen Italienerinnen Ausschau gehalten. 

 

Die meiste Zeit habe ich in meiner Kraxe verbracht, und das sah dann so aus:

Lesen, beobachten und essen, in diesem Hochsitz war alles möglich

Hier seht ihr den wahren Grund, warum ich es in meiner Kraxe so toll fand und mir nie langweilig wurde. :-)

 

Jetzt zeige ich euch, wie das mit dem Mittagsschlaf funktioniert hat:

Ob im Bus, 

am Strand,

in der Kraxe, 

im Boot 

oder im Restaurant, 

meinen Schönheitsschlaf konnte mir keiner nehmen.

 

Mein Mittagessen, so spartanisch es auch ausfallen mochte, habe ich mir überall schmecken lassen

Mittagessen im Felsvorsprung,

 

oder bei der heiligen Maria,

 

oder am Gipfelkreuz

 

Leider gab es auch Zeiten, wo man ganz zivilisiert am Tisch sitzen musste, das fand ich immer ziemlich doof.

 

Jetzt zeige ich euch noch, wie es bei uns am Abend zuging:

Mangels Badewanne, wurde ich kurzerhand ins Bidet gesteckt. Wir Männer fanden das super komisch, nur Mami fand es ekelig.

Nach meinen täglichen Spagettis hat mir Papi noch die Milliflasche gegeben, meistens hat er dann eher geschlafen als ich.

 

 

Als letztes seht ihr nun Bilder von unseren Ausflügen:

19.5. Ausflug zum "Monte Pertuso", dem Felsen mit dem Loch. Das rechte Bild zeigt die Sicht direkt vom Loch, hinunter auf den Marktplatz.

 

20.5. 5-stündige Wanderung an den Klippen entlang nach Braiano. Dabei hatten wir traumhafte Aussichten auf die Küste.

 

21.5. Ausflug mit dem Boot von Positano zur "Grotta Smeralda"

Hier konnte man die natürlichen Formen der Stalaktiten und der Stalagmiten, die Weihnachtskrippe unter dem Wasser (ein paar lieblos auf dem Meeresboden versenkte Puppen) und die herrlichen, zurückwerfenden Farben des Wassers an die Oberfläche bewundern. (Anmerk. d. Red.: Hätte ich nun meinen Plüscheisbären oder den Igel geopfert, wären vielleicht im nächsten Jahr 6,00 EUR Eintritt, statt nur 5,00 EUR verlangt worden, an denen ich mich dann natürlich beteiligen würde....)

 

22.5. und 26.5. Am Strand von Positano

Wir haben uns immer so platziert, das wir den Schatten, der am Strand liegenden Boote nutzen konnten. Jetzt weiß ich jedenfalls wie solche Boote von unten aussehen!

Einmal bin ich sogar bis zum Bauch in das nur 18° Grad kalte Wasser gegangen. Mein Papi war ganz drin, aber Mami hat immer nur die Zehen reingehalten.

 

24.5. Ausflug nach Amalfi

Mit dem Bus sind wir nach Amalfi gefahren. Papi und ich hatten unseren Spaß mit diesen furchtlosen Busfahrern, nur Mami war jedes Mal froh, wenn wir heil angekommen waren.

 

25.5. Ausflug zum Gipfelkreuz, oberhalb von Nocelle

Auch auf dieser Wanderung, die wieder 5 Stunden dauerte, sind wir ganz schön gefährliche Klippenpfade gegangen. Dafür waren die Aussichten wieder um so schöner.

 

27.5. Auch bei unserer letzten Rundtour von Montepertuso auf einem steilen Klippenpfad nach oben und dann an den Klippen entlang bis nach Nocelle boten sich wieder atemberaubende Blicke .Nur einmal hatten wir ein schwieriges Stück zu überwinden, als wir einen frischen Felsabruch überqueren mussten. (links im Bild)

 

28.5. Wir verlassen die Amalfiküste und begeben uns in den Großstadtdschungel von Neapel

Kurz nach dem Ablegen in Positano, ganz rechts oben am Felsen sieht man den Steinbruch, den wir am Vortag überquert haben. Das ist der erste Blick auf den Vesuv, bei der Anfahrt auf Neapel.

Eine Weinpresse

Eine Bäckerei

Das große Amphitheater

Via dell´Abbondanza

Via dell´Abbondanza, auf dieser Geschäftsstraße sind die Ausgrabungen noch nicht so alt und deshalb kann man noch sehr gut Gemälde und Schriften an den Hauswänden erkennen.

Hier sitze ich mit Papi in einer der vielen Tavernen. Wenn man von der Zahl der Tavernen ausgeht, war Pompeij von Anfang an dem Untergang geweiht.

29.5. Die 6-stündige Wanderung durch Pompeij hat uns sehr beeindruckt. Wobei uns das Gerücht sehr schockiert hat, das durch einen Angriff amerikanischer Fliegerbomben gegen Ende des 2. Weltkrieges nur noch die Ruinen der Ruinen zu sehen sind.

 

Blick vom Kraterrand in Richtung Pompeij

 

 

30.5. Ausflug zum Vesuv, Blick in den Krater

Am Krater wehte ein ziemlich heftiger Wind und die Temperaturen lagen nur bei 18° Grad

 

Dies ist der Teil von Neapel, den man kennen lernt, wenn man einen Tagesausflug mit dem Boot unternimmt.

Das ist die Altstadt von Neapel, sie gehört zwar (vielleicht als Einzige von Europa) noch den Menschen die darin wohnen, aber die Neapolitaner wussten diese Tatsache leider nicht zu schätzen. Überall türmen sich Berge von Müll, die Fassaden sind heruntergekommen und die meisten Kirchen verbarrikadiert. Schade!!!!